7 Dinge für maximale Begeisterung

begeisterung, publikum, präsentation

Auch wenn Sie es nie so sagen würden, aber glauben Sie mir: Sie wollen Ihr Publikum begeistern.

Vielleicht würden Sie sagen: "Es geht ja nur um eine kurze Information zu den aktuellen Geschäftszahlen". Aber glauben Sie mir und ich wiederhole mich mit Absicht: Sie wollen Begeisterung.

Denn hinter jeder noch so kleinen Präsentation steht immer ein Zweck, z.B:

  • Die Kunden sollen das Produkt kaufen.
  • Sie suchen Unterstützer für Ihr Projekt.
  • Sie wollen befördert werden, usw.

Das geht nur mit Begeisterung. Denn das Gegenteil von Begeisterung wäre Langeweile oder Gleichgültigkeit. Und das kann niemals Ihr Ziel sein.

Es gibt Menschen, die wecken ganz automatisch eine Begeisterung wenn man ihnen zuhört und von manchen wurde auch behauptet, sie könnten sogar das Telefonbuch vorlesen und das Publikum wäre begeistert. Doch woran liegt das, dass wir manchmal die Begeisterung förmlich greifen können und meistens leider nicht.

Ich möchte hier ein paar Punkte nennen, die meiner Meinung nach ganz entscheidend sind dafür, ob wir von einer Präsentation oder einem Vortrag begeistert sind oder nicht.

1. Leidenschaft - Brennen Sie für ein Thema

Ihr Publikum kann Gedanken lesen und es wird spüren, ob Sie gelangweilt ein paar Daten herunterleiern, oder ob Sie wirkliches Interesse für Ihr Thema haben. Egal, ob es sich bei dem Thema um Ihr persönliches Hobby oder Ihr Forschungsgebiet handelt, oder ob Sie nur schnell gebeten wurden, ein paar Worte zu einem bestimmten Thema zu sagen: Finden Sie die Begeisterung in sich selbst und transportieren Sie sie nach aussen:

  • Was ist spannend an dem Thema und hilft Ihren Zuhörern weiter? 
  • Welcher Punkt hat Sie selbst überrascht? Dann wird es anderen vermutlich genauso ergehen. 
  • Warum sollten die Leute das wissen?

Wenn Sie selbst diese Fragen mit Enthusiasmus beantworten können, wird die Leidenschaft auch auf Ihr Publikum überspringen.

2. Kompetenz - Vermitteln Sie Expertise

Dass Sie in Ihrem Fachgebiet kompetent sind, setze ich mal vorraus. Die Frage ist, ob Ihr Publikum das auch weiß. Lassen Sie also durchaus an ein paar Stellen unterschwellig einfließen, dass Sie sich sehr gut mit dem Thema auskennen.

Vielleicht haben Sie lange in diesem Bereich gearbeitet, eine aktuelle Studie dazu gelesen, ein Buch dazu geschrieben oder einen Experten interviewt. Auch der gelegentliche Einsatz von Fachbegriffen, sofern Sie nicht zu speziell sind und das Publikum überfordern, kann dazu beitragen, die wahrgenommene Kompetenz zu erhöhen.

Wenn es zur Situation passt, können Sie auch den Moderator bitten, Sie entsprechend anzukündigen. Bereiten Sie dazu ein paar Stationen aus Ihrem Lebenslauf vor, die diese Expertise unterstreichen. Wenn Sie Glück haben und diese Punkte werden schon vor Ihrem Vortrag erwähnt, haben Sie einen guten Startbonus.

3. Relevanz - Warum sollte es die Zuhörer interessieren?

In den ersten Minuten einer Rede oder einer Präsentation stellt sich das Publikum - bewusst oder unbewusst - die Frage: 

"Wer ist diese Person da vorne und warum sollte mich das interessieren?"

Interessen sind sehr unterschiedlich und nicht jeder kann mit jedem Thema etwas anfangen. Wenn Sie also richtige Begeisterung auslösen wollen, muss Ihr Thema zu Ihrem Publikum passen. Fragen Sie sich also während der Vorbereitung: Spreche ich vor der richtigen Zielgruppe? 

Ansonsten kann jede Mühe vergebens sein. Natürlich kann es auch passieren, dass das Publikum bereits feststeht und Sie jetzt mit Ihrem Thema das Beste aus der Situation machen müssen. Dann kann es hilfreich sein, das Thema etwas zu begrenzen. Gehen Sie nicht auf jeden Aspekt ein, sondern konzentrieren Sie sich auf die Punkte, die am wichtigsten sind und bei denen Sie den größten Erfolg vermuten.

Auch ist es kein Fehler, entsprechende Fragen zu stellen und sich die Rückmeldung der Zuhörer zu holen, wer denn z.B. mit diesem Thema zu tun hat. So können Sie erkennen, ob z.B. sehr viele nichts mit Ihren geplanten Ausführungen anfangen können und Sie haben die Chance spontan darauf einzugehen. Vielleicht sind es aber auch nur wenige fachfremde Zuhörer und Sie können Ihren Vortrag ganz nach Plan durchziehen.

4. Energie reisst das Publikum mit

Je mehr Energie Sie ausstrahlen, umso leichter wird es Ihnen fallen, die Leute mitzureissen. Ich habe das schon mal in dem Artikel: 7 effektive Tipps von einem Zauberer erwähnt.

Arbeiten Sie an Ihrer Stimme, Ihrer Körpersprache und dem Augenkontakt, um hohe Energie auszustrahlen. Das hat übrigens nichts mit Esoterik zu tun, sondern ist klassisches Bühnenhandwerk. Allein dieser Punkt macht sehr viel aus, ist allerdings rein schriftlich schwer zu vermitteln. Daher empfehle ich Ihnen an dieser Stelle gerne mein Präsentationstechnik Seminar oder meinen Onlinekurs zum Thema "Richtig präsentieren - souverän auftreten".

5. Emotionen schaffen Erinnerungen

Wenn Sie daran denken, was bei Ihnen Begeisterung auslöst, so werden Sie sicherlich auch an positive Emotionen, wie Freude, Überraschung, Glück, Staunen und Ähnliches denken. Versuchen Sie also ruhig auch hin und wieder gezielt Emotionen in Ihre Präsentation einzubauen.

Das kann eine Geschichte mit einer überraschenden Wendung sein. Oder Sie überreichen Ihren Zuhörern ein kleines Präsent oder Giveaway, womit Sie auch nach dem eigentlichen Vortrag in Erinnerung bleiben. 

Auch gut geeignet sind Fotos, die auf den ersten Blick irritieren, aber eine klare Botschaft haben und z.B. einen bestimmten Punkt in Ihrem Vortrag symbolisieren. Lesen Sie dazu auch 8 Einleitungen für Ihre Präsentation.

6. Das Wichtigste im Fokus

Nicht zuletzt ist der Fokus entscheidend. Begeisterung ist meistens fokussiert auf ein klar begrenztes Ereignis oder ein bestimmtes Thema. Ihr Publikum wird sich also viel leichter begeistern lassen, wenn klar ist, worum es in Ihrem Vortrag geht. Wenn alle der vorher genannten Punkte klar auf ein Thema ausgerichtet sind, machen Sie es dem Publikum viel einfacher, Ihnen inhaltlich zu folgen und Ihre Begeisterung zu teilen.

Sorgen Sie also dafür, nicht versehentlich vom Thema abzulenken oder durch ungünstige Wortwahl die Gedanken der Zuhörer abschweifen zu lassen.

7. Details

Die Details sind das, was die Präsentation so richtig rund macht, gewissermaßen das i-Tüpfelchen. Das können z.B. besonders interessante Fakten sein, ein kleines Präsent (wie bei Punkt 5. Emotionen beschrieben) oder ein besonders charmanter Umgang mit dem Publikum. Diese Dinge fallen einem manchmal nicht sofort auf, denn Sie gehen direkt ins Unterbewusstsein. Suchen Sie also nach dem Besonderen, was sonst keiner hat.

Video

(zuletzt aktualisiert am 23.02.2026)

Über den Autor

Andreas Maier, Ingenieur, Zauberer, Präsentationstrainer, Autor, Speaker, München

Andreas Maier

Andreas Maier ist Präsentationstrainer, Zauberkünstler, Ingenieur und Autor. Er beschäftigt sich mit spannenden Präsentationen und dem Vermitteln von Wissen in diesem Bereich. Wenn er nicht gerade Seminare über Präsentationstechniken hält, steht er als Zauberkünstler auf der Bühne.